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GALERIE

VON ÄTHIOPIEN NACH ELSENZ

In dieser Galerie geht es nicht nur um Kaffee, sondern um den Weg, den er zurücklegt.

Am Anfang steht eine äthiopische Kaffee Zeremonie. Die Entdecker des Kaffees beim Rösten der Bohnen über Feuer. Dann Bilder von Menschen bei der Ernte im kolumbianischen Hochland. Es sind die Menschen, die mit viel Erfahrung und Hingabe dafür sorgen, dass aus einer Kaffeekirsche etwas Besonderes wird. Genau dort beginnt für mich Qualität.

Ich möchte wissen, wo unser Kaffee herkommt, wer ihn anbaut und unter welchen Bedingungen er entsteht. Deshalb gehört für mich die Herkunft genauso zum Kaffee wie das Rösten selbst. Eine gute Bohne entsteht nicht erst in der Rösterei. Sie ist das Ergebnis vieler Hände und vieler kleiner Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Und ganz am Ende landet diese Reise dort, wo wir zu Hause sind. Zwischen Wäldern, Wiesen und einer Landschaft, die uns jeden Tag aufs Neue inspiriert. Die Natur vor unserer Haustür erinnert uns daran, wie wertvoll gute Böden,
sauberes Wasser und ein respektvoller Umgang mit unserer Umwelt sind.

Vielleicht gehören die Bilder aus unserer Heimat deshalb genauso selbstverständlich in diese Galerie wie die Aufnahmen aus den Ursprungsländern. Und sie zeigen, dass guter Kaffee nicht an einem Ort entsteht, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Vom Ursprung bis hierher, an diesen wundervollen Fleck Erde, den wir unser Zuhause nennen…

Die Geschichte des Kaffees: Eine Reise durch Zeit und Röstpfannen

Man sagt, es begann mit Ziegen.

Irgendwann im 9. Jahrhundert, in den Hochländern Äthiopiens, soll ein junger Ziegenhirte namens Kaldi bemerkt haben, dass seine Tiere auf einmal sonderbar lebhaft wurden. Die Ziegen sprangen wild herum, als hätten sie ein geheimes Fest gefeiert und der Hirte wunderte sich: Was hatten sie nur gefressen? Kaldi entdeckte, dass die Ziegen an den leuchtend roten Früchten eines unscheinbaren Strauchs genascht hatten. Neugierig probierte er selbst und auch er spürte die belebende Wirkung….

Ob die Geschichte wahr ist? Niemand weiß es genau. Aber sie ist so schön, dass sie seit Jahrhunderten erzählt wird. Und was zählt, ist: Hier, in Äthiopien, nahm die Reise der Kaffeebohne ihren Anfang.

Von Äthiopien in die Welt

Die Hirten hätten nie geahnt, welche Wellen dieser Strauch einmal schlagen würde. Zunächst nutzten die Menschen in Äthiopien die Bohnen nicht als Getränk, sondern zerstampften sie mit Fett zu einer Art nahrhaftem Energiebällchen für lange Wanderungen. Erst Mönche im benachbarten Jemen sollen begonnen haben, die Bohnen zu rösten, zu zerstoßen und mit heißem Wasser aufzugießen. Sie entdeckten: So wird aus einer harten kleinen Bohne ein duftender Trank, der die Müdigkeit vertreibt.

Im 15. Jahrhundert eroberte Kaffee die arabische Welt im Sturm. In der Hafenstadt Mokka – ja, genau, daher kommt der Name „Mokka“- wurde der Kaffeehandel groß. Von dort aus ging er auf die Reise über das Rote Meer, zuerst nach Mekka, dann nach Kairo, Damaskus, Istanbul.

Überall, wo die Bohne ankam, veränderte sie das gesellschaftliche Leben.

Die ersten Kaffeehäuser

Mit dem Kaffee kam ein neuer Ort in die Städte: das Kaffeehaus. Die Menschen nannten sie Qahveh Khaneh, und sie wurden rasch zu Treffpunkten für Dichter, Händler, Reisende, Gelehrte. In Istanbul zum Beispiel öffneten um 1550 die ersten Kaffeehäuser. Sie waren voller Leben: Man spielte Schach, hörte Geschichten, diskutierte Politik. Man nannte sie sogar „Schulen der Weisen“.

Doch nicht alle Herrscher waren begeistert: Immer wieder versuchten Sultane, den Kaffeekonsum zu verbieten, aus Angst vor zu viel Gedankenaustausch bei zu viel belebendem Getränk.

Vergeblich: Kaffee hatte seinen Platz in der Gesellschaft gefunden.

Kaffee erobert Europa

Im 17. Jahrhundert kam der Kaffee nach Europa. Über Venedig, das enge Handelsbeziehungen zum Osmanischen Reich pflegte. Zuerst blieb das dunkle Getränk den Reichen und Neugierigen vorbehalten. Doch bald entstanden die ersten europäischen Kaffeehäuser: 1654 in Oxford, 1652 in London. Paris zog nach, Wien auch. Dort gilt die Eröffnung des Café‘s „Zur Blauen Flasche“ nach der Belagerung Wiens 1683 als legendärer Anfang einer berühmten Kaffeehauskultur.

Überall waren diese neuen Treffpunkte Orte der Inspiration. Künstler, Politiker, Schriftsteller – sie alle saßen stundenlang bei einer Tasse Kaffee, schmiedeten Pläne, schrieben Gedichte, schlossen Geschäfte. Voltaire soll in Paris angeblich bis zu 50 Tassen am Tag getrunken haben (das schaffe ich allerdings nicht, auch wenn ich große Lust darauf hätte😉) Und auch Goethe war bekennender Kaffeefan. Allerdings mischte er seinen Kaffee gern mit etwas Schuss.

Kolonien und Plantagen

Mit der Begeisterung für Kaffee wuchs der Hunger nach Nachschub. Die Nachfrage in Europa explodierte und mit ihr begann eine neue, oft dunkle Phase in der Kaffeegeschichte: Der Anbau verlagerte sich in großem Stil in Kolonien. Die Holländer pflanzten Kaffeebäume auf Java, die Franzosen brachten Setzlinge nach Martinique und Réunion, die Portugiesen nach Brasilien.

Die Kaffeepflanze wurde zur globalen Ware, oft zu einem Preis, der viele Menschen teuer zu stehen kam. Auf den Plantagen arbeiteten meist versklavte oder ausgebeutete Menschen unter harten Bedingungen. Die Schattenseite des Kaffeegenusses wurde sichtbar, und bis heute ist die faire Bezahlung der Erzeuger ein wichtiges Thema.

Kaffee im 19. Jahrhundert: Industrie und Innovation

Im 19. Jahrhundert wurde Kaffee zur Massenware und für immer mehr Menschen erschwinglich. Mit der Industrialisierung kamen neue Techniken: Die ersten Röstmaschinen wurden entwickelt, der Kaffee konnte fertig geröstet verkauft werden. Bis dahin rösteten die Leute ihre Bohnen meist selbst zu Hause, oft in einer gusseisernen Pfanne über dem offenen Feuer.

Gleichzeitig begann eine Zeit voller Erfindungen: der Espressokocher, die erste Filtermaschine, die Entwicklung der Vakuumverpackung. All das machte Kaffee haltbarer, praktischer und überall verfügbar.

Kaffee wird Kultur

Im 20. Jahrhundert wurde Kaffee endgültig zum Alltagsgetränk. In Büros, Fabriken, Küchen, überall stand plötzlich die Kaffeemaschine. Die Italiener erfanden den Espresso, Baristas lernten, wie man aus Crema, Druck und Milchschaum Kunstwerke macht.

Die Kaffeehauskultur bekam neue Formen: In den 1950er-Jahren traf man sich in Wien, Paris oder Rom zu einem Espresso an der Theke, in den 1990ern eroberten Starbucks & Co. die Welt. Kaffee wurde „to go“ und Lifestyle.

Zurück zu den Wurzeln: Spezialitätenkaffee

Heute erlebt Kaffee eine neue Revolution. Immer mehr Menschen fragen sich wieder: Woher kommt mein Kaffee? Wer hat ihn geerntet? Wie wurde er verarbeitet? Die sogenannte Third Wave Coffee-Bewegung setzt wieder auf Handwerk, Transparenz und Qualität. Statt Massenware wollen Kaffeeliebhaber wissen, wie ihre Bohne schmeckt- und warum.

Kleine Röstereien entstehen, Röster experimentieren mit Sorten, Fermentationen, Röstprofilen. Fairer Handel, direkte Kontakte zu den Farmern und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger. Und plötzlich stehen wir wieder dort, wo alles einmal begann: Bei der Bohne. Ihrem Ursprung. Ihrem vollen Charakter. Und bei der Kunst, aus etwas so Kleinem etwas so Großes zu machen.

Die Geschichte geht weiter

Jede Tasse Kaffee, jede frisch geröstete Bohne ist ein kleines Stück dieser langen Reise. Wenn du dir also das nächste Mal deine Bohnen holst, denk daran: Da steckt viel mehr drin als nur Koffein.  Da steckt die Energie eines Ziegenhirten, die Träume von Händlern in Mokka, die Gespräche in Kaffeehäusern in Istanbul,Wien und Paris, und die Leidenschaft von Menschen wie mir, die dieses Handwerk lieben.

So wird aus einem alten Mythos ein neues Erlebnis – jeden Tag.

MAKI MOKKA steht für Qualität, Transparenz, fundiertes Handwerk und Verantwortung. Kompromisslos von der Plantage bis in die Tasse.